Das „Frasdorfer Bockerl“ 
Über Planung, Entstehung, Einweihung, Betrieb, Niedergang und heutige Spuren der Bahnlinie Rosenheim – Frasdorf

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Die Nebenbahn von Rosenheim nach Frasdorf

Strecke und Stationen

Die von der Hauptstrecke München–Rosenheim–Salzburg an der Abzweigstelle Landl beginnende Nebenbahnstrecke (Lokalbahn) der „Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen“ (K.Bay.Sts.B.) nach Frasdorf wurde am 9. Mai 1914 dem öffentlichen Verkehr übergeben.

In der amtlichen Beschreibung werden Landl, Thansau, Rohrdorf und Achenmühle als Haltestellen genannt. Einziger Bahnhof ist Frasdorf, wo die Strecke endet.

Im Dezember 1968 leitete die Bundesbahndirektion München ein Verfahren zur Einstellung des Reiseverkehrs auf der Nebenbahnstrecke Rosenheim–Frasdorf und zur dauernden Stilegung des Abschnitts Rohrdorf–Frasdorf ein. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr reagierte schnell und stimmte sofort der Einstellung des Reiseverkehrs zu. Das Bundesverkehrsministerium erteilte am 21. Mai 1970 die Genehmigung für die Einstellung des Gesamtbetriebes der Teilstrecke Rohrdorf–Frasdorf, sowie des Reisezugverkehrs zwischen Abzweig Landl und Rohrdorf. Am 26. September 1970 fuhren die letzten Personenzüge nach Frasdorf.

Die Gleiskörper zwischen Rohrdorf und Frasdorf wurden bereits zwei bis drei Wochen nach der Einstellung abgebaut. Die Hochbauten an den Stationen blieben zum Teil noch einige Jahre erhalten. Unter der Gleistrasse wurde eine Abwasserkanalisation verlegt, oberirdisch zwischen Frasdorf und Rohrdorf ein Radweg angelegt.

Veränderungen

Linkes Bild: vor ca. 110 Jahren, mittleres Bild: 60er Jahre, rechts Bild: heute.

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